Gegenwind Raven e.V.

Keine frohe Weihnachten hatten über 600.000 Mitbürger. Sie musten eine "bitterkalte" Weihnacht verbringen. Schuld daran ist in hohem Maße auch die fehlgeleitete Strompolitik der Bundesregierung.

Zu viel Energie im Netz

Deutschland gibt Strom kostenlos ans Ausland ab
HAMBURG:: Immer mehr Wind und Solarenergie, dazu ein sinkender Verbrauch: Deutschland hat 2012 weit mehr Strom produziert, als benötigt wurde. Die Folge: Noch nie wurden solche Mengen Elektrizität exportiert und das, obwohl nach der Fukushima-katastrophe acht Atomkraftwerke stillgelegt gelegt worden waren. Insgesamt flossen 23 Milliarden Kilowattstunden (Vorjahr- sechs Milliarden) in die Nachbarstaaten. Ein Grund für die Steigerung war die Nachfrage aus den Niederlanden, wo der Strompreis höher lag. An manchen Tagen jedoch, war das deutsche Netz wegen hoher Einspeisungen so überlastet, dass dar Strom auch kostenlos ans Ausland abgegeben wurde. In einigen Fällen erhielten Abnehmer sogar Geld dafür. (HA)

 

Deutschlands größte Baustelle: Der Strom.

vor allem aber:

 

Deutschland verschenkt Strom
Hamburger Abendblatt vom 11.01.2013


Energiewende kurios: Konzerne produzieren zu viel, doch die sinkenden Strompreise kommen beim Kunden nicht an:


GEORG ISMAR PETER LESSMANN

BERLIN/BONN: Deutschland hätte ein Problem, wenn derzeit auch noch die acht Atomkraftwerke laufen würden, die nach der Katastrophe von Fukushima stillgelegt worden sind. Denn der massive Ausbau von Wind- und Solarenergie macht das Land zum Exportmeister beim Strom. Im Jahr 2012 wurden so viele Mengen ins Ausland transportiert wie noch nie: rund 23 Milliarden Kilowattstunden. Das teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit. Das entspricht der Jahresproduktion von über zwei Kernkraftwerken. Mehrfach wurde sogar Strom in das Ausland verschenkt oder die Abnahme zusätzlich mit einem Bonus bedacht, damit das Netz nicht kollabierte.
Es ist paradox: Industrie und konventionelle Energiewirtschaft hatten wiederholt vor Blackouts wegen der Energiewende gewarnt. Aber bis auf wenige, kritische Ausnahmen war bisher - gerade beim derzeit recht warmen Winterwetter - zu viel statt zu wenig Strom im Netz. Das fördert das Phänomen negativer Strompreise. Am 1. Weihnachtsfeiertag wurden um 4 Uhr für die Stromabnahme 220 Euro pro Megawattstunde gezahlt, damit der zu viel produzierte Strom abgenommen wurde. Bis zu 9200 Megawatt wurden in das Ausland transportiert. Gerade die Kraftwerksbetreiber litten unter der falsch eingeschätzten Lage.
Im Jahresverlauf 2012 registrierte die europäische Strombörse Epex Spot an 15 Tagen solche negativen Strompreise. „Dabei trifft eine hohe Produktion, meist aus Winderzeugung, auf eine sehr niedrige Nachfrage", sagte Jonathan Fasel von der Epex. Das war Weihnachten der Fall. Epex mit Sitz in Paris betreibt die Stromspotrnärkte in Deutschland, Frankreich, Osterreich und der Schweiz. Der deutsche Markt sei aber in der Lage gewesen, die großen Mengen des Stroms aus Wind und Sonne aufzunehmen, beteuert Fasel.
Weihnachten lag der Verbrauch bei der Hälfte eines normalen Wintertags
Dennoch war die Situation zu Weihnachten außergewöhnlich: Der Verbrauch lag am ersten Feiertag bei 35.000 bis 47.000 Megawatt in der Spitze. Das ist etwa die Hälfte der Menge, die an sehr kalten Wintertagen verbraucht wird. Rainer Baake, Direktor der Berliner Denkfabrik Agora Energiewende, betont mit Blick auf Weihnachten: „Der konventionelle Kraftwerkspark hätte seine Leistung anpassen müssen. Da dies nicht geschehen ist, kam es zu negativen Strompreisen,"
Kraftwerksbetreiber mussten daher sogar Geld bezahlen, um ihren Strom loszuwerden. „Die Abnehmer, insbesondere auch in den Niederlanden, haben sich gefreut", betont Baake. Ein Problem ist, dass gerade Kohle- und Atomkraftwerke nur bedingt rasch herauf- und heruntergefahren werden können. Daher werden als Ergänzung zu immer mehr Wind- und Solarstrom hochflexible Gaskraftwerke gebraucht. Doch gerade diese lohnen sich derzeit kaum: Wegen eines Verfalls bei den CO,-Verschmutzungsrechten werden sie neben Ökostrom auch von einem steigenden Kohlestromanteil zunehmend aus dem Markt gedrängt.
„Negative Preise sind ein Steuerungsinstrument", beschreibt Sabine Jeschke von der RWE-Handelstochter Supply & Trading die Lage - denn der produzierte Strom muss ja verbraucht werden. Allerdings sei RWE in seinem Handelsgeschäft von den Strompreisen an der Börse nicht direkt betroffen. Mehr als 90 Prozent der Verträge würden ein bis zwei Jahre im Voraus abgeschlossen. Aber wenn RWE seinen Kraftwerkspark drosseln muss, weil viel Windstrom in die Netze drückt, drohen Verluste. Trotzdem kann es für die Konzerne billiger sein, ihre Anlagen am Netz zu lassen. Aber das übt zusätzlichen Druck auf die Strompreise aus.
Vor zwei Jahren hatte die Bundesnetzagentur durch das Festlegen von Untergrenzen dafür gesorgt, dass die Strompreise an der Börse für kurzfristige Handelsaktivitäten nicht ins Bodenlose stürzen: Es wurde ein Korridor von minus 150 bis 350 Euro je Megawatt- stunde festgelegt. Das Verlustrisiko soll überschaubar gehalten werden.
Der günstigere Strompreis verteuert sich wegen der Ökostrom-Umlage
Ein Verlierer zu Weihnachten war der Verbraucher, und zwar durch die Aufblähung der Ökostrom-Umlage. Denn beim kleinen Kunden kommen die sinkenden Einkaufspreise für Strom oft kaum an. Die auf den Strompreis aufgeschlagene Abgabe berechnet sich aus der Differenz zwischen dein
Marktpreis und der festen Einspeisevergütung. Baake schätzt, dass die Umlage durch die Negativpreise zu Weihnachten mit 28 Millionen Euro mehr belastet wurde. Aber auch für die Erzeuger war Weihnachten nicht unbedingt ein Fest der Freude. Baake: „Die deutsche Kraftwerkswirtschaft hat in diesen Tagen viel Geld verbrannt."

 

Der Ausstieg aus dem Atomstrom ist schon fast vollzogen. 9 AKW laufen teilweise, 28 sind oder werden zurückgebaut, 24 wurden erst gar nicht genehmigt. Und von den 22 Forschungsreaktoren laufen noch 5.klick Angst vor einem Mangel an Strom muss niemand haben.

FEHLENDE NETZE Windkraft-Irrsinn macht Strom teurer

 

 

Der Irrsinn mit der Stromverschwendung

(  2010 )

Abschaltung von Windenergieanlagen um bis zu 69 Prozent gestiegen

Die Abschaltung von Windenergieanlagen aufgrund von Netzengpässen nimmt deutlich zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens ECOFYS im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE).

Demnach sind im Jahr 2010 bis zu 150 Gigawattstunden Windstrom verloren gegangen, weil die Netzbetreiber Anlagen abgeschaltet haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um bis zu 69 Prozent. „Das sind alarmierende Werte. Hier geht wertvoller CO2-freier Strom verloren, nur weil der Netzausbau seit Jahren verschleppt wird. Vor dem Hintergrund, dass 2010 ein eher schlechtes Windjahr war, ist in den nächsten Jahren sogar noch von einer steigenden Tendenz auszugehen“, betont der Präsident des BWE, Hermann Albers.

Auch zahlenmäßig nahmen diese als Einspeisemanagement (EinsMan) im Erneuerbaren Energien Gesetz geregelten Abschaltungen massiv zu. Gab es 2009 noch 285 sogenannte EinsMan-Maßnahmen, waren es 2010 bereits 1085. Der durch Abschaltungen verlorengegangen Strom entspricht dabei einem Anteil von bis zu 0,4 Prozent an der in Deutschland im Jahr 2010 insgesamt eingespeisten Windenergie: „Das klingt im ersten Moment noch moderat. Dahinter verbirgt sich jedoch ein für einzelne Regionen, etwa den Norden Deutschlands, schwerwiegendes Problem. Einige Windparks hatten dadurch Ausfälle von  nahezu einem Viertel ihres gesamten Jahresenergieertrags“, erläutert Albers.

 

( 2011 )

Die Verbraucher müssen sich beim Strompreis auf Zusatzkosten durch fehlende Netze für Windparks einstellen.
Grund: Wegen fehlender Netze ist die Zwangsabschaltung von Windparks in Deutschland um fast 300 Prozent gestiegen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmen Ecofys im Auftrag des Bundesverbands Windenergie.
Demnach ging vergangenes 2011 Jahr der Rekordwert von bis zu 407 Gigawattstunden (GWh) Windstrom verloren, 2010 waren es erst 150 GWh.

Da die Betreiber für solche Produktionsdrosselungen entschädigt werden müssen und dies auf die Stromverbraucher abgewälzt wird, entstehen den Bürgern Millionenbelastungen für nicht eingespeisten Strom.
Die Kosten können nach Schätzungen aus der Windbranche 18 bis 35 Millionen Euro für 2011 betragen, genau ist das aber schwer zu ermitteln, das hängt auch von den Begründungen für die Abschaltung ab.

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/strom/neue-stromleitungen-braucht-das-land-27403626.bild.html

 

2012 wird eine Drosselung von weit über 1 TWh prognostiziet. Die Kosten klettern auf über100 Millionen €. Sollte der Ausbau weiter so rasant zunehmen,werden in naher Zukunft die Kosten den Milliardenbereich erreichen.

 

 

 

 



Zuletzt bearbeitet: 2015-06-22, 19:44

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